Der Begriff Webcam geht auf Webseiten zurück, auf denen durch den Betreiber regelmässig aktualisierte Bilder angeboten werden. Bei vielen Webcams wird dabei das Bild nur in längeren Abständen (z. B. alle 15 Minuten) aktualisiert, nur manche Webcams bieten tatsächlich eine Art Live-Stream. Webcams werden häufig durch Firmen oder öffentliche Einrichtungen angeboten die über eine Standleitung zum Internet verfügen. Dadurch fallen für den Betrieb der Webcams nur geringe Kosten an. Aber auch Privatpersonen z. B. mit DSL-Anschluss stellen zunehmend Webcams bereit.

Die erste Webcam

Als erste Webcam gilt die Trojan Room Coffee Pot Camera, die von 1991 bis 2001 Bilder von einer Kaffeemaschine aus dem Computer-Labor der Universität Cambridge an die Mitarbeiter und (ab November 1993) ins Web sendete. Nachdem die Kaffeemaschine im Frühjahr 2001 wegen eines Defekts den Dienst quittierte, wurde sie für 10.452.72 DM von Spiegel Online ersteigert. Sie wurde vom Hersteller Krups kostenlos repariert und kann seitdem wieder durch zwei Webcams bestaunt werden.

Rechtliche Grundlagen für den Betrieb einer Webcam

Bei der Aufnahme von Personen sind die Rechte am eigenen Bild, sowie die Bestimmungen des Datenschutzes zu beachten. Mit einer Webcam dürfen ohne Einwilligung der Betroffenen keine Bild- und Tonaufnahmen gemacht werden, auf denen Personen identifiziert werden können. Dies gilt auch für Merkmale, welche eine Identifizierung ermöglichen. Webcams im Öffentlichen Raum unterliegen diesen Bestimmungen genauso wie solche, die lediglich innerhalb von Unternehmen oder Institutionen betrieben werden.